Münchberg

Münchbergs Bürgermeister erstattet Anzeige gegen Zirkus-Direktor

Der Münchberger Bürgermeister wehrt sich gegen Beleidigungen, die Hardy Weisheit im Radio geäußert haben soll. Zuvor hatte die Stadt ein Gastspiel verhindert.



Die Elefanten-Dressur ist einer der Höhepunkte der Darbietungen des Zirkus Afrika.
Die Elefanten-Dressur ist einer der Höhepunkte der Darbietungen des Zirkus Afrika.   Foto: Zirkus Afrika

Münchberg - Der Zirkus um den Zirkus hat ein juristisches Nachspiel: Zwar hat der "Circus Afrika" sein geplantes Gastspiel in Münchberg ausfallen lassen - für Bürgermeister Christian Zuber ist die Sache damit noch nicht vom Tisch. In seiner Funktion als Repräsentant der Stadt hat er Zirkusdirektor Hardy Weisheit angezeigt - wegen Verleumdung und übler Nachrede. Das bestätigt die Pressesprecherin der Stadt Münchberg auf Nachfrage.

Weil es sich um ein laufendes Verfahren handelt, will sie sich jedoch nicht weiter dazu äußern. Nur so viel: Auslöser des Ganzen sind Äußerungen des Zirkusdirektors in einem Interview mit Radio Euroherz. Darin soll er die Stadt beschimpft haben.

Vorausgegangen war ein Zwist zwischen Weisheit und der Stadt. Der Zirkus hatte in Münchberg und den Nachbarorten plakatiert und für ein Gastspiel geworben - allerdings ohne Genehmigung. Bei der Stadt zählte man etwa 50 unerlaubt angebrachte Plakate. Außerdem stellte man Bauzäune auf, um dem Zirkus den Zugang zum geplanten Auftrittsort zu versperren. Der Zugang wäre über städtischen Grund verlaufen.

Wie "O-Netz" berichtet, eckte der Direktor nicht nur in Münchberg an. Schon vor seinem geplanten Auftritt im Landkreis Hof gab es Ärger: In Amberg versuchte das Amberger Congress Marketing ein Gastspiel zu verhindern. Das akzeptierte der Zirkus nicht und klagte dagegen. Er bekam recht und hätte nach einem Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichts auftreten dürfen. Dazu kam es jedoch nicht. Der Zirkus hatte in Altenstadt bei Vohenstrauß einen anderen Auftrittsort gefunden. Dort widerrief man jedoch die bereits erteilte Plakatier-Genehmigung. Zum einen hingen mehr Plakate als vereinbart, zum anderen glaubte die Stadt Berichten von Tierschützern, berichtet "O-Netz". Im Gespräch mit Oberpfalz-Medien platzte Weisheit schließlich der Kragen. Er fühle sich verfolgt wie im Dritten Reich, sagte er im Interview.

Auch der Stadt Münchberg, beziehungsweise dem Bürgermeister, wirft der Direktor vor, etwas gegen das "fahrende Volk" zu haben. In einem Interview mit Radio Euroherz wehrte sich Zuber dagegen, mit nationalsozialistischen Begriffen in Verbindung gebracht zu werden. Nun geht er rechtlich gegen Weisheit vor. cs

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Veröffentlicht am:
18. 09. 2019
18:24 Uhr

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18. 09. 2019
18:24 Uhr