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Ackermann feiert zweiten Etappensieg beim Giro d'Italia

Trotz widriger Bedingungen sprintet Radprofi Pascal Ackermann beim 102. Giro d'Italia zu seinem zweiten Tagessieg. Für einen der Siegesanwärter auf den Gesamterfolg ist das Rennen indes schon vorbei.



Pascal Ackermann
Im Regen von Terracina feiert Pascal Ackermann seinen zweiten Etappensieg beim 102. Giro d'Italia.   Foto: Gian Mattia D'alberto/Lapresse via ZUMA Press

Selbst die breiten Pfützen auf der Zielgeraden konnten Pascal Ackermann nicht ausbremsen.

Mit einer erneuten Energieleistung sprintete der deutsche Radprofi vom Team Bora-hansgrohe im Finale der fünften Etappe noch an seinen Konkurrenten vorbei und zu seinem zweiten Tageserfolg beim 102. Giro d'Italia. Nach 140 Kilometern von Frascati nach Terracina verwies der 25 Jahre alte Pfälzer im Massensprint den Kolumbianer Fernando Gaviria und den Franzosen Arnaud Démare auf die Plätze. Er hatte zuvor bereits den zweiten Tagesabschnitt der Italien-Rundfahrt 2019 gewonnen.

«Der ganze Tag war wegen dem ganzen Regen und der Kälte irgendwie unheimlich. Man konnte teilweise kaum etwas sehen. Zum Glück ist nichts passiert. Ich bin einfach sehr glücklich, hier gewonnen zu haben», sagte Ackermann nach seinem fünften Saisonsieg im TV-Sender Eurosport. Obwohl er knapp 500 Meter vom dem Ziel eingeklemmt war, gab der deutsche Straßenmeister aus Landau Gaviria und den anderen Konkurrenten doch noch das Nachsehen.

Das Rosa Trikot des Gesamtführenden verteidigte auf der vorwiegend flachen Etappe der Slowene Primoz Roglic. Mit 35 Sekunden führt der ehemalige Skispringer auf den Briten Adam Yates. Rang drei belegt weitere vier Sekunden dahinter der Italiener Vincenzo Nibali.

Lange bestimmt wurde der relativ kurze Tagesabschnitt zuvor von einer fünfköpfigen Ausreißergruppe, die sich wenige Kilometer nach dem scharfen Start gebildet hatte. Doch mehr als zwei Minuten ließ das Feld nicht an Vorsprung zu, und so wurde rund 23 Kilometer vor dem Ziel im Belgier Louis Vervaeke der letzte Ausreißer gestellt.

Bereits früh beendet sind die Hoffnungen auf seinen zweiten Giro-Gesamtsieg nach 2017 für Tom Dumoulin. Der Niederländer stieg kurz nach dem Start der Etappe, die Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte eröffnet hatte, noch in der neutralisierten Phase vom Rad. Wie Dumoulins deutscher Sunweb-Rennstall mitteilte, erwiesen sich die am Vortag zugezogenen Verletzungen des Niederländers «als zu schmerzhaft», um die Italien-Rundfahrt fortzusetzen.

Dumoulin war auf dem vierten Teilstück gestürzt und erreichte mit einem blutenden Knie und mit mehr als vier Minuten Rückstand auf Etappensieger Richard Carapaz das Tagesziel. «Das Knie tut immer noch weh, aber wir hoffen, dass es im Laufe des Tages besser wird. Ich werde alles geben, um es zu schaffen. Daumen drücken», hatte Dumoulin noch vor dem Start der Etappe getwittert.

Ebenfalls nicht mehr im Rennen ist der Slowene Kristijan Koren, der aufgrund seiner möglichen Verstrickung in die Dopingaffäre «Operation Aderlass» vom Radsport-Weltverband UCI suspendiert und von seinem UAE-Team Emirates aus dem Rennen genommen wurde. Bereits vor der vierten Etappe wurde Korens kolumbianischer Teamkollege Juan Sebastian Molano wegen auffälliger Blutwerte aus dem Giro genommen.

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dpa

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Veröffentlicht am:
15. 05. 2019
18:43 Uhr

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